Das Leben ist zu schön um es an Traurigkeit zu verschenken.
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Montag, 26. Januar 2015

Vom Schlafzimmerblick, einem oder zwei Füßen die wehtun und der ganz großen ZEIT.

Hellas,

ich beehrte am Wochenende mal wieder meine Familie. Ich erhoffte mir von diesem Wochenende viel Wärme und Ruhe und bekam irgendwie nur Kälte und Lärm..um es nett zu sagen das Wochenende war doof. Irgendwie schwirrten zu viele Gedanken durch meinen Kopf und ich kam zwischen den STreiterein meiner Eltern überhaupt nicht zur Ruhe. Ich war froh heute meinen Alltag wieder zu haben. Irgendwie so ein Stück an dem man sich entlanghangeln kann, wenn man sich verloren hat. Der Alltag. Der verfluchte Alltag, aus dem wir irgendwie alle versuchen rauszukommen. Trotzdem unser stetiger Begleiter, der uns schätzungsweise nie im Stich lässt.
Jetzt sitze ich hier und bin geplättet vom Tag, hab an beiden Knöcheln eine Bänderüberdehnung und fühle mich als wäre ein 50 Tonner über mich gefahren. Komisches Gefühl. Da bekommt der Begriff 'gerädert sein' eine ganz wahrhaftige Bedeutung. Leute, ich habe heute nur ungesundes Zeug in mich reingefressen..fettige Spätzle (ohne Ei) und Würstchen (ohne Tier) und Chinesische Tütensuppe..aber ich habe ganze 3 Liter Wasser getrunken und ich hab mich zweimal beim ekligsten Ekelwetter aufs Rad geschwungen. Wunderbar. Trotzdem fehlt mir die Energie heute. Mag sein, dass meine Tätigkeit als "Kuscheltier auf welches keine Rücksicht genommen werden muss" heute Nacht schuld ist oder vielleicht auch irgendwie das Zeitlupentempo in dem sich die Welt dreht. Der Tag ging heute verdammt schnell um, also spricht das gegen das Zeitlupentempo. Naja..fassen wir zusammen, mein ICH bewegt sich in Zeitlupe und meine UMWELT bewegt sich in Zeitraffer (Jo, in beiden der Worte ist das Wort ZEIT).
Aber was mir an meinem Zeitlupen-Dasein gefällt ist, dass ich auf kleinere Dinge achte, vor allem, die in mir drin. Also dass ich vermehrt auf mich höre oder in mich höre. So eine Art ich finde mein ICH wieder oder so ähnlich. Seht ihr was für ein Durcheinander. Ich habe heute von einem Klienten aus der Drogenhilfe gelernt, man sollte immer sich selbst lieben, niemanden und nichts mehr als sich. Das kam von einem Narzist, aber es kam immerhin von einem Menschen, welcher schätzungsweise ein Haufen Erfahrung hatte, nicht nur drogentechnisch betrachtet. Ich finde man sollte diesem Menschen unbedingt mal zuhören. Manchmal ist es wichtig ihnen zuzuhören. Manchmal sieht man sogar schon an ihren Augen, was sie sagen wollen. Klar könnte man denken sie haben auf ganzer Linie versagt. Ich mein, wer möchte gerne mit 15 schon aussehen wie ein 48 jähriger...ich glaube niemand. Ich glaube manchmal flüchten sich die Menschen zu sehr in ihre Probleme oder sie flüchten zu sehr vor ihren Problemen. Man sollte Probleme reinlassen, wenn sie klopfen, aber man sollte sich nicht einlullen lassen. Sagte sie.

peace,
Lucy ♥

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