Das Leben ist zu schön um es an Traurigkeit zu verschenken.
Mein Leben, seine Höhen und Tiefen, meine Gedanken, Erfahrungen, Wünsche, Kritiken, Empfehlungen, ein Blog und viel Spaß. (:

Montag, 23. Januar 2017

Berlin.

Hallo hallo,

ich bin wieder mal verschütt gegangen und habe es nicht hinbekommen zu bloggen...ich will es, irgendwie ist es noch kein fester Teil in meinem Leben und im Zuge dessen geht es teilweise einfach unter.
Ich bin ausgezogen und habe mir die Stadt ausgesucht, die so ziemlich am anderen Ende von Deutschland liegt. Berlin!
Ich bin am 8. Januar angekommen und eingezogen. Wenig spektakulär, nur mit sehr viel Heimweh. Konnte die erste Nacht erstaunlich gut schlafen!
Die Tage darauf wurde dann mein Zimmer immer schöner und ich hab angefangen mich darin wohlzufühlen.
Ein wichtiges Thema, was ich unbedingt ansprechen will, ist Fernbeziehungen. Ja, ich hab mich bewusst wieder für eine Fernbeziehung entschieden und bin nicht in die Stadt gezogen, in der mein Freund wohnt. Nein, ich weitete die Fernbeziehung jetzt soweit aus, wie sie noch nie zu vor war. Ich bin im September mit meinem STudium fertig geworden. Mir standen alle Türen offen. Ich hab es zwar nicht sonderlich gut beendet, aber Sozis werden überall gesucht, hab ich nach kurzer Zeit der Bewerbungen festgestellt. Sie werden nicht nur gesucht, sie werden gejagt ;D Naja, nach meinem Studium zogen so ziemlich alle mit ihrem Freund oder Freundin zusammen und ich verkündete, dass ich nach Berlin gehen werde, ohne meinen Freund. Entsetzten von allen Seiten. Vielleicht habe ich mir das in diesem Moment alles noch etwas leicht vorgestellt. Ich sagte meinem Freund, dass es mich wegzieht..das ich mich frage, wann ich denn endlich mal dran bin. Wann ich mal wählen kann wohin ich gehe, wann ich endlich mal an einem Ort sein kann, den ich neue entdecke und den ich mir selbst ausgesucht habe...klingt sehr egoistisch, aber ich fühlte mich wirklich so. Ich wollte nicht zu meinem Freund ins gemachte Nest sitzen, bzw. in die schon entdeckte Stadt. Mein Freund bat mich, das alles nochmal genau durchzudenken. Berlin wäre kein Katzensprung und es würde mit einer gewissen Anstrengung verbunden sein, sich zu besuchen. Ich wollte von all dem nichts wissen und war darauf fokussiert WG's zu suchen und Jobs zu finden, die ich mir vorstellen konnte. Meine Familie wollte nicht wahrhaben, dass die Älteste so weit wegzieht, bzw weg will. Machten sich Vorwürfe, ob sie irgendwas falsch gemacht hatten. Ich steuerte immer mehr aufs Konkrete zu. Die erste WG-Besichtigung. Die Begeisterung. Das erste Mal Berlin. Klappte auf Anhieb. Ich sah meinen Platz dort. Um Weihnachten waren mein Freund und ich wieder gemeinsam daheim. Er sprach mich wieder auf die Umstände an, die folgen würden. Es war alles in trockenen Tüchern. Ich musste einfach nur noch mein winziges Zimmer ausräumen und losfahren. Ich war aufgeregt. Erzählte ihm, dass es heutzutage ganz einfach wäre über so einen Distanz eine Beziehung zu halten. Züge fahren, Flugzeuge fliegen, Busse fahren. An Weihnachten kam der große Einbruch. Ich nahm wahr, dass es jetzt tatsächlich ernst werden würde und drohte einzuknicken, alles hinzuschmeißen. Ich hatte Angst, dass ich das nicht hinbekommen würde. Alleine. In der großen Welt. In der größten Stadt Deutschlands. Weit weg von daheim, weit weg von meinem Freund. Dann kam der Tag an dem ich morgens losfuhr. Alleine. Ich weinte bis ich hinter Stuttgart war. Fühlte mich einsam, fühlte mich, als hätte ich mich selbst betrogen.
Ich hatte noch Vorstellungsgespräche, unterschrieb den ersten Arbeitsvertrag viel zu früh und kündigte drei Tage nachdem ich ihn unterschrieben hatte. Ich war verwirrt. Großstadtgeschockt. Lernte meine Mitbewohnerin besser kennen. Nahm sie wahr, gab ihr eine Chance und sah in ihre eine Freundin, mit der ich auf eine Welle schwimmen konnte. Hatte mehr Vorstellungsgespräche, mein Freund kam zu Besuch, habe mehr Probearbeiten und darf jetzt behaupten ich bin in Berlin angekommen! Ich bin stolz drauf, dass ich mich getraut habe! Absolutely!




Ein Sprung ins kalte Wasser ist halt manchmal doch das Beste!

Peace out shaaaaaaaaaaaazzziiiiiiing

Lucy (:

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